Aktive Krisenbewältigung und Zukunftsgestaltung prägten das Jahr 2020

Medienmitteilung, Dienstag, 29. Juni 2021

Die Genossenschaft ZFV-Unternehmungen wurde im Jahr 2020 wie die gesamte Gastronomie- und Hotelleriebranche mit voller Wucht von der Covid-19-Pandemie getroffen. Dies zeigt sich entsprechend in den Geschäftszahlen: Im Vergleich zum Vorjahr halbierte sich der Umsatz nahezu. Der ZFV reagierte mit einem klar fokussierten Krisenmanagement sowie mit der Umsetzung strategischer Initiativen und Innovationsprojekten.

Die Corona-Krise wirkte sich direkt auf alle Geschäftsbereiche der ZFV-Unternehmungen aus. Der konsolidierte Gesamterlös hat sich gegenüber dem Vorjahr um 48.6 % auf CHF 146.6 Mio. reduziert. Mit einem Umsatzrückgang von 64.1 % spürte die Hotellerie die Folgen der Pandemie am stärksten. Der Gastronomiebereich erlitt Umsatzeinbussen von 49.7 % (eigengeführte Gastronomie) respektive 46.5 % (Auftragsgastronomie). Die Auftragsgastronomie war insbesondere von Homeoffice und E-Learning betroffen, welche auch zwischen den beiden Lockdowns bestehen blieben. Der Geschäftsbereich Bäckerei-Konditorei sowie die Liegenschaften zeigten sich mit einem Umsatzminus von 19.8 % respektive 6.6 % am krisenresistentesten. Als wichtige finanzielle Mittel zur Krisenbewältigung zählten die Kurzarbeits- sowie Härtefallentschädigungen des Kantons und Bundes. Diese Unterstützung, wie auch das solide finanzielle Fundament des Unternehmens, waren ausschlaggebende Gründe, dass der ZFV zwar einschneidend, nicht aber existenziell von der Corona-Krise betroffen ist. Dennoch waren Strukturanpassungen und ein erheblicher Personalabbau unumgänglich. Dabei war es ein grosses Anliegen, die Rolle als verantwortungsvolle Arbeitgeberin wahrzunehmen, einen transparenten Dialog mit den Beteiligten zu führen und sie kompetent und unterstützend zu begleiten.

Eröffnungen, neue und verlängerte Mandate

Trotz Krise konnte der ZFV im Jahr 2020 auch einige Erfolge feiern. Die Sorell Hotels setzten im Jahr 2020 ein umfassendes Digitalisierungsprojekt um und führten digitale Managementsysteme ein, die einerseits einen Mehrwert für die Gäste bieten und andererseits interne Prozesse optimieren. Im Sommer eröffneten das Sorell Hotel St. Peter, eine urbane Oase inmitten der Zürcher Altstadt, und das Sorell Hotel City Weissenstein in St. Gallen, das als Boutiquehotel die textile Vergangenheit der Stadt honoriert. In der Auftragsgastronomie konnten das Mandat mit der Universität Bern um weitere sieben Jahre verlängert sowie mehrere Betriebe neu übernommen werden, darunter die Pädagogische Hochschule Schwyz oder die gibb Berufsfachschule Bern per 2021. Im Verkehrshaus der Schweiz eröffnete im Dezember 2020 kurz vor dem zweiten Lockdown die neue Brasserie ihre Türen.

Aktive Zukunftsgestaltung mitten in der Krise

Die ZFV-Unternehmungen mussten 2020 jeweils rasch reagieren, um sich auf die ständig wandelnden Bedingungen und Gästebedürfnisse einzustellen. Dabei wurde stets langfristig und im Einklang mit der strategischen Ausrichtung gehandelt. Bereits vor der Krise hatte der ZFV wichtige gesellschaftliche Entwicklungen und Herausforderungen identifiziert und adressiert, die sich durch die Pandemie verschärften und beschleunigten. Mit innovativen Lösungen wie Food-Pick-up-Konzepten, Longstay-Angeboten in Hotels oder von Lernenden geführte Hotelbetriebe reagierte der ZFV kurzfristig auf die veränderte Ausgangslage. Zudem startete der ZFV im Jahr 2020 diverse Innovationsprojekte, um weiterhin Themen wie flexible und mobile Verpflegung, lokale Verankerung, Nachhaltigkeit, gesunde Ernährung und bereichsübergreifende Synergiennutzung zu adressieren und das verantwortungsvolle Unternehmertum auch in Zukunft erfolgreich wahrzunehmen.

Neuer Aufbruch im 2021

Nach einem pandemiebedingt harzigen Start ins neue Jahr stehen mit den sinkenden Infektionszahlen sowie der steigenden Durchimpfung der Bevölkerung die Zeichen gut, dass ein Grossteil der Krise bewältigt ist. Es gilt nun, den Weg in die neue Normalität nach der Pandemie zu prägen, in welcher der ZFV weiterhin mit veränderten Lebens- und Arbeitsgewohnheiten konfrontiert ist. Dafür ist der ZFV mit einigen personellen Wechseln gut aufgestellt: Im Mai respektive Juni 2021 wurde die Geschäftsleitung mit Gabriela Dal Santo als CMO und Dario Notaro als CBDO um zwei weitere Mitglieder ergänzt. Anlässlich der Generalversammlung am 28. Juni 2021 übergab CEO Andreas Hunziker seine Tätigkeit der amtierenden Verwaltungsratspräsidentin Nadja Lang, die als neue CEO die operative Verantwortung beim ZFV per Ende Juni übernimmt. Mit ihr ist gewährleistet, dass das Geschäft jetzt rasch auf die Zeit nach der Corona-Krise ausgerichtet werden kann (siehe dazu auch die Medienmitteilung vom 23.06.2021).

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