Geschichte

Der ZFV blickt auf eine über 100-jährige Erfolgsgeschichte zurück. Von visionären Zürcher Bürgersfrauen 1894 gegründet, zählt das Unternehmen heute zu den führenden und vielfältigsten Hotellerie-, Gastronomie- und Bäckereiunternehmen der Schweiz.

  • 1894

    Damen-Bazar im Gesellschaftshaus zum Schneggen

    Am 19. und 20. Juni 1894 durften Susanna Orelli und weitere engagierte Damen aus der Zürcher Gesellschaft im männerdominierten Gesellschaftshaus der Schildner zum Schneggen am Limmatquai 64 in Zürich einen «Kaffee-Hallen-Bazar» durchführen. Der stattliche Erlös von CHF 17’184.60 (entspricht heute ca. CHF 180’000.00) bildete den Grundstein für die Errichtung alkoholfreier Kaffeestuben und damit für die Gründung des ZFV.

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  • 1894

    Gründung «Frauenverein für Mässigkeit und Volkswohl»

    Der ZFV wurde am 27. September 1894 als «Frauenverein für Mässigkeit und Volkswohl» gegründet. Erste Präsidentin war Nanny Huber-Werdmüller (1844 – 1911), treibende Kraft und erste Geschäftsleiterin Susanna Orelli-Rinderknecht (1845 – 1939). Vor dem Hintergrund des unermesslichen Elends, in das der übermässige Alkoholkonsum viele Familien stürzte, war die Zeit reif, den zahlreichen Wirtshäusern und Spelunken alkoholfreie Kaffeestuben gegenüberzustellen. Neben der Bekämpfung des Alkoholismus waren den visionären Gründerinnen zwei weitere Zielsetzungen besonders wichtig: Die Besserstellung der Frau in den gastgewerblichen Berufen und die Verbesserung des Volkswohls generell.

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    Susanna Orelli-Rinderknecht, erste Geschäftsführerin der ZFV-Unternehmungen,
    und Nanny Huber-Werdmüller, erste Präsidentin der ZFV-Unternehmungen
  • 1894

    Start mit der Kaffeestube zum Kleinen Marthahof

    Noch im Jahr der Gründung wurde Mitte Dezember die erste Kaffeestube zum Kleinen Marthahof an der Stadelhoferstrasse in Zürich eröffnet. Vom ersten Tag an war die Nachfrage nach alkoholfreien Verpflegungsmöglichkeiten gross. Dem enormen Ansturm war die damalige Geschäftsführerin nicht gewachsen. Susanna Orelli sprang beherzt ein, übernahm temporär die Betriebsleitung und stand auch in der Küche und an der Kasse. Diese spontane und unkomplizierte Hilfsbereitschaft war charakteristisch für die Macherin Susanna Orelli. Bereits im ersten Monat resultierte ein Überschuss von CHF 2.75. Die Rechtsform der Genossenschaft, an welcher der ZFV bis heute festhält, erwies sich von allem Anfang an als Segen.

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  • 1895

    Betriebseröffnungen in rascher Folge

    Angespornt vom Erfolg der Kaffeestube zum Kleinen Marthahof wurden in rascher Folge weitere alkoholfreie Betriebe eröffnet: Rose und Frohsinn 1895, Sonnenblick 1896, Karl der Grosse und Lindenbaum 1898, Blauer Seidenhof 1902 und Olivenbaum 1904.

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  • 1897

    Rütli – das erste Hotel

    Mit der Übernahme des Hotels Rütli am Eingang zum Zürcher Niederdorf stieg der ZFV wenige Jahre nach seiner Gründung in die Hotellerie ein.

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    Hotel Rütli um 1910 und in den 30er Jahren
  • 1900

    Verwirklichung einer visionären Idee auf dem Zürichberg

    Mit dem Bau des Hotels Zürichberg als alkoholfreies Volks- und Kurhaus erfüllte sich für Susanna Orelli ein Traum: Allen Bevölkerungsschichten die Möglichkeit zu bieten, an privilegierter Lage hoch über der Stadt Ferien zu geniessen oder sich bei Kaffee und Kuchen verwöhnen zu lassen. Dank grossem Verhandlungsgeschick konnte sie den Stadtrat von Zürich überzeugen, dem noch jungen Unternehmen zur Verwirklichung seiner visionären Idee auf dem Zürichberg ein Grundstück von knapp 27’000 m2 zu verkaufen. Die Land- und Baukosten von insgesamt CHF 500’000 wurden mittels Ausgabe einer öffentlichen 3 %-igen Anleihe über CHF 330’000 finanziert; eine damals überaus innovative Idee. Nach einer Bauzeit von 15 Monaten fand die Betriebseröffnung am 1. November 1900 statt. Mit der Einführung der Selbstbedienung im Restaurant wurde in Zürich gleich auch das erste Selbstbedienungsrestaurant geschaffen. Eine Übernachtung im neuen Hotel kostete CHF 1.50, mit Vollpension CHF 3.00.

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  • 1905

    Wechsel im Präsidium von Nanny Huber-Werdmüller zu Marie Finsler

    Aus gesundheitlichen Gründen musste Nanny Huber-Werdmüller (1844 – 1911) das Präsidium an die Vizepräsidentin Marie Finsler (1865 – 1929) abtreten.

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  • 1908

    Ihrer Zeit weit voraus

    Nicht nur mit ihren gastronomischen Dienstleistungen war Susanna Orelli ihrer Zeit weit voraus. Auch mit ihrer Personalpolitik setzte sie Massstäbe. Schon damals betrachtete sie die Mitarbeiterinnen als das grösste Kapital des Unternehmens. Ihr Ziel war es, «anständigen Mädchen und Frauen eine anständige Arbeit zu anständigen Bedingungen zu ermöglichen». Von Anfang an erhielten die Mitarbeitenden unter anderem folgende Leistungen:

    • Fester Monatslohn statt Trinkgeld
    • 10-Stunden-Tag
    • 1 freier Tag pro Monat plus ½ freier Tag wöchentlich
    • Ein- oder zweimal jährlich Ferien von bis zu 4 Wochen
    • Vom Arbeitgeber bezahlte Kranken- und Unfallversicherung
    • Altersvorsorge, längst bevor 1948 die AHV eingeführt wurde

    1908 gründete Susanna Orelli zudem die Vorsteherinnenschule. Einerseits diente diese der Ausbildung von verantwortungsbewussten Mitarbeiterinnen für die eigenen Betriebe. Andererseits ging es darum, die Berufsmöglichkeiten der Frauen im Gastgewerbe zu verbessern.

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  • 1910

    Erste Namensänderung

    Der «Frauenverein für Mässigkeit und Volkswohl» wurde in «Zürcher Frauenverein für alkoholfreie Wirtschaften» umfirmiert.

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  • 1910

    Übernahme des Volkshauses am Helvetiaplatz

    Nach mehrjähriger Vorbereitungszeit konnte 1910 das alkoholfreie Volkshaus am Helvetiaplatz eröffnet werden. Dieser Übernahme ging eine erbitterte und langwierige Diskussion zum Thema Alkohol voraus. Susanna Orelli konnte sich mit ihren Argumenten schliesslich gegen die Arbeiterbewegung, die hartnäckig den Ausschank alkoholischer Getränke gefordert hatte, durchsetzen. Der Betrieb verblieb während 70 Jahren beim ZFV.

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    Volkshaus am Helvetiaplatz
  • 1914

    Einstieg in die Gemeinschaftsgastronomie

    1914 stieg der ZFV in die Gemeinschaftsgastronomie ein und übernahm die Mensa im neu erstellten Kollegiengebäude der Universität Zürich. Die Gastronomie mit aktuell drei Mensen, sieben Cafeterias und dem Restaurant uniTurm wird auch heute noch vom ZFV betrieben.

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    Mensa UZH Zentrum 1914, in den 50er-60er Jahren und heute
  • 1919

    Verleihung des Ehrendoktors an Susanna Orelli

    Am 21. Mai 1919 verlieh die Medizinische Fakultät der Universität Zürich den Ehrendoktor an Susanna Orelli. Sie war die erste Frau, der diese Ehre zuteil wurde. Im gleichen Jahr gab Susanna Orelli, mittlerweile 74-jährig, alle ihre Aufgaben beim ZFV ab.

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  • 1919

    Ära Hirzel

    Bereits in jungen Jahren war Marie Hirzel (1881 – 1969) freiwillige Helferin bei den «Alkoholfreien». 1907 liess sie sich fest anstellen. Nachdem sie 1915 den Vorsitz der Betriebskommission übernommen hatte, trat sie 1919 die Nachfolge von Susanna Orelli an. Gleichzeitig wurde sie Präsidentin des Unternehmens. Während 37 Jahren verwaltete Marie Hirzel das Erbe von Susanna Orelli als Präsidentin und Vositzende der Geschäftsleitung in Personalunion. Sie befolgte gewissenhaft die von Susanna Orelli aufgestellte Devise: «Für das Gelingen unseres Werkes braucht es ein gesundes Rechnungswesen.» In der Ära Hirzel bekam der ZFV in wirtschaftlich und politisch schwierigen Zeiten (Weltwirtschaftskrise 1929 und 2. Weltkrieg 1939 – 1945) schärfere Konturen und entwickelte sich zu einem stabilen Unternehmen der Zürcher Wirtschaft.

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    Marie Hirzel, Nachfolgerin von Susanna Orelli-Rinderknecht
  • 1928

    Betrieb der Festwirtschaft an der SAFFA

    An der SAFFA (Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit) 1928 in Bern durfte der ZFV nicht fehlen. Täglich wurden zwischen 2’000 und 3’000 Essen serviert.

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  • 1939

    Betrieb der Festwirtschaft an der LANDI

    Nach 1914 führte der ZFV 1939 zum zweiten Mal die Festwirtschaft an der LANDI. Während rund vier Monaten wurden gut 1.3 Millionen Besucherinnen und Besucher verpflegt.

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  • 1956

    «Dreiergespann» an der Unternehmensspitze

    An der Genossenschafterversammlung vom 23. November 1956 wurde Doris Bänziger zur Präsidentin gewählt. Ruth Karrer wurde Quästorin. Zusammen mit Gertrud Fleckenstein, einem weiteren Mitglied des Verwaltungsrats, übernahmen sie die strategische und gleichzeitig auch operative Führung des ZFV. Bis Mitte der siebziger Jahre folgte eine Phase der Stagnation. Es kam zu mehreren Betriebsschliessungen und Verkäufen. Einzig in der Gemeinschaftsgastronomie konnten mit der Schaffung von Selbstbedienungsbuffets in Hoch-, Mittel- und Gewerbeschulen Fortschritte erzielt werden. 1969 trat Doris Bänziger als Präsidentin zurück. Gleichzeitig wurde auch die «Dreiergeschäftsleitung» aufgehoben. Während es im Präsidium von 1969 bis 1971 ein Interregnum gab, hatte Gertrud Fleckenstein bis 1975 als Delegierte des Verwaltungsrats die Geschäftsleitung inne.

  • 1971

    Adelheid Fischer – Präsidentin in schwieriger Zeit

    Bevor Adelheid Fischer Präsidentin wurde, war sie fast 30 Jahre lang als Juristin für den ZFV tätig gewesen. Sie kannte das Unternehmen und die dahinter stehende Philosophie wie keine zweite. Während ihrer achtjährigen Amtszeit gelang es ihr, zusammen mit ihrer designierten Nachfolgerin Rosmarie Michel, das Unternehmen zu restrukturieren und die Weichen für eine positive Zukunft zu stellen. Sie ging als wichtige Übergangspräsidentin in die Geschichte des ZFV ein.

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    Adelheid Fischer
  • 1972

    Umzug der Zentralverwaltung an die Mühlebachstrasse 86

    Das frühere Wohnhaus der ersten Präsidentin, Nanny Huber-Werdmüller, hatte während Jahrzehnten als Personalhaus für die Mitarbeiterinnen des Restaurants Olivenbaum gedient. 1972 wurde es zur Zentralverwaltung umfunktioniert. Bis 2009 blieb es der ZFV-Hauptsitz.

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  • 1973

    Inbetriebnahme der Zentralbäckerei in Dübendorf

    1973 eröffnete der ZFV eine eigene Zentralbäckerei in Dübendorf. Wegen zu geringer Rendite musste diese 1992 wieder geschlossen werden.

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  • 1975

    Einzug der Männer

    An einer turbulenten Generalversammlung wurde 1975 beschlossen, inskünftig auch Männer in den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung des ZFV aufzunehmen. Das Präsidium blieb jedoch weiterhin den Frauen vorbehalten. Nach dem Rücktritt von Gertrud Fleckenstein wurde Eric Kündig zum Vorsitzenden der Geschäftsleitung gewählt. Dank seiner Sparsamkeit bei gleichzeitigem Qualitätsbewusstsein trugen seine Sanierungsbemühungen rasch Früchte und das Unternehmen konnte stabilisiert werden.

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    Eric Kündig, erster männlicher Vorsitzender der Geschäftsleitung
  • 1979

    Aufbruchstimmung mit Rosmarie Michel

    Rosmarie Michel wurde 1970 in den Verwaltungsrat des ZFV gewählt. Als Macherin unterstützte sie Adelheid Fischer in allen unternehmerischen und baulichen Belangen. Als Adelheid Fischer das Präsidium 1979 aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, trat Rosmarie Michel ihre Nachfolge an. Während ihrer Amtszeit mussten das Volkshaus und der Rigiblick aufgegeben werden, weil in den Betrieben neu Alkohol ausgeschenkt werden sollte. Demgegenüber wurden verschiedene Bauprojekte in Angriff genommen, u.a. die Gesamtrenovation des Olivenbaums und die Erneuerung des Zürichbergs. Mit einem neuen Leitbild, erarbeitet Mitte der achtziger Jahre, wurde das Unternehmen zudem vom Ballast befreit, der sich im Laufe der Jahrzehnte angesammelt hatte.

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  • 1989

    Ernennung von Rosmarie Michel zum Ständigen Ehrengast der Universität Zürich

    Am 29. April 1989 wurde Rosmarie Michel von der Universität Zürich zum Ständigen Ehrengast ernannt.

  • 1990

    Einstieg in die Personalverpflegung

    Mit der Eröffnung des Restaurants Orbit in Zürich-Oerlikon im Auftrag der Schweizerischen Kreditanstalt und des Restaurants Key West in Zürich-Altstetten im Auftrag des Schweizerischen Bankvereins stieg der ZFV in die Personalverpflegung ein. Damit wurde der Grundstein für einen neuen bedeutenden Geschäftsbereich gelegt.

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  • 1990

    Zweite Namensänderung

    Knapp 100 Jahre nach der Gründung der Genossenschaft erfolgte die zweite Namensänderung. Der «Zürcher Frauenverein für alkoholfreie Wirtschaften» wurde in «ZFV-Unternehmungen» umbenannt.

  • 1993

    Dr. Sigrid Viehweg neue Vorsitzende der Geschäftsleitung

    Am 1. Januar 1993 wurde Eric Kündig durch die Lebensmittelchemikerin Dr. Sigrid Viehweg als Vorsitzender der Geschäftsleitung abgelöst. Damit war die Geschäftsleitung nach 17 Jahren wieder in Frauenhand.

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  • 1994

    Hundertjahrfeier

    Hundert Jahre nach seiner Gründung verfügte der ZFV über 41 Betriebe und beschäftigte insgesamt 498 Personen. Mit einem Gesamtumsatz von CHF 48.0 Millionen wurden ein Unternehmensergebnis vor Abschreibungen, Steuern und Ausserordentlichem (EBTDA) von CHF 2.5 Millionen erzielt. Der ausgewiesene Jahreserfolg lag bei CHF 100'000. Das 100-Jahr-Jubiläum wurde ausgiebig gefeiert. Mit dem Buch «Weibliches Unternehmertum» von Dr. Monique Siegel wurde ein eindrücklicher Bericht über die ersten hundert Jahre des ZFV vorgelegt. Pünktlich zum Jubiläum erstrahlte zudem auch das Hotel Zürichberg in neuem Glanz.

  • 1995

    Dr. Regula Pfister schafft den Turnaround

    Mit der Renovation und Erweiterung des Hotels Zürichberg sowie dem Totalumbau der Liegenschaft Olivenbaum hatte sich der ZFV finanziell übernommen. Es musste rasch gehandelt werden. Mit Dr. Hugo von der Crone, Peter H. Müller und Dr. Regula Pfister wurde seitens des Verwaltungsrats deshalb ein dreiköpfiger Reorganisationsausschuss eingesetzt. Mitte 1995 löste Dr. Regula Pfister Dr. Sigrid Viehweg als Vorsitzende der Geschäftsleitung ab. Es galt, den Cashdrain zu stoppen, das Unternehmen zu stabilisieren und neu zu positionieren. Dank einem rigorosen Sparprogramm, verbunden mit grossen personellen Veränderungen, schaffte Dr. Regula Pfister innerhalb von 1.5 Jahren den Turnaround.

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  • 1997

    Beginn des Auf- und Ausbaus

    Als der Schweizerische Bankverein 1997 seine Personalgastronomie ausschrieb, gelang dem ZFV der erste grosse Coup nach der Krise. Nebst dem bestehenden Personalrestaurant Key West gingen auch die Betriebe Opfikon und Guggach an das Zürcher Traditionsunternehmen. Im gleichen Jahr kaufte der ZFV dem Schweizerischen Bankverein das Restaurant St. Peter ab und führte es fortan auf eigenes Risiko weiter. Mit diesem unternehmerischen Geschäftsmodell wurde in der Gemeinschaftsgastronomie Neuland betreten.

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  • 1998

    Qualität auf allen Ebenen …

    … ist das A und O für die positive Weiterentwicklung des ZFV. Deshalb wurde 1998 das Qualitätsgütesiegel des Schweizer Tourismus-Verbandes eingeführt. Heute verfügen über 100 Betriebe des ZFV über diese Auszeichnung.

  • 1998

    Vergabe des Sozial- und Kulturpreises

    1998 verlieh der ZFV erstmals den Sozial- und Kulturpreis in der Höhe von CHF 100’000 an Institutionen, Einrichtungen oder Projekte aus dem sozialen und kulturellen Bereich. In der Folge wurde der Preis zehn Mal vergeben. 2008 erfolgte eine Aufstockung des Vergabebetrags auf CHF 400’000.

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  • 1999

    Kauf der Florida AG

    Der Kauf der Florida AG war ein Meilenstein für den Hotelbereich des ZFV. Das Haus im Zürcher Seefeld-Quartier wurde komplett ausgehöhlt, neu gestaltet und im März 2001 als Hotel Seefeld wiedereröffnet.

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  • 2000

    Schritt über die Kantonsgrenze hinaus

    Mit Ausnahme der beiden Abstecher an die LANDI 1914 und die SAFFA 1928 in Bern war der Aktionsradius des ZFV bisher auf den Grossraum Zürich beschränkt. Im Jahr 2000 beauftragte die UBS AG das Unternehmen mit der Führung sechs weiterer Personalrestaurants: je zwei in Bern und Basel sowie je eines in St. Gallen und Zürich. Damit waren die Weichen für die Ausweitung der Geschäftstätigkeit in die ganze Deutschschweiz gestellt.

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  • 2001

    Präsidiumswechsel von Rosmarie Michel zu Dr. Regula Pfister

    Nach 31 Jahren Zugehörigkeit zum Verwaltungsrat, davon 22 Jahre als Präsidentin, gab Rosmarie Michel an der Generalversammlung vom 15. Mai 2001 altershalber den Stab weiter an Dr. Regula Pfister. Damit brach erneut eine Zeit an, in der Vorsitz der Geschäftsleitung und Präsidium in den Händen derselben Person lagen.

  • 2001

    Aufhebung des strikten Alkoholverbots

    Der Statutenänderung zur Aufhebung des strikten Alkoholverbots gingen jahrelange intensive Diskussionen zwischen den Genossenschaftern, dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung voraus. Die Bekämpfung des Alkoholismus war die Haupttriebfeder für das Engagement der ZFV-Gründerinnen gewesen. Diese Unternehmenswurzel galt es zu schützen, ohne dabei die Weiterentwicklung des ZFV zu gefährden. 2001 nahm die Genossenschafterversammlung die Statutenänderung, kombiniert mit einem «Reglement über den Umgang mit Alkohol», schliesslich an. Dabei wurden drei Betriebskategorien gebildet:

    • A Betriebe ohne Alkohol
    • B Betriebe, die ausschliesslich Wein und Bier ausschenken
    • C Betriebe, die neben Wein und Bier auch Spirituosen ausschenken
  • 2002

    Einführung der Marke «Sorell Hotels Switzerland»

    Um der Expansionsstrategie im Hotelbereich Schwung zu verleihen, wurde die Marke «Sorell Hotels Switzerland» geschaffen. Die Namensgebung erinnert an die Unternehmensgründerin und Wirtschaftspionierin Susanna Orelli.

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  • 2002

    Rigiblick – Vom Ausflugs- zum Gourmetrestaurant

    2002 konnte der ZFV von der Stadt Zürich den Rigiblick zurückkaufen, nachdem dieser 1975 infolge wirtschaftlicher Schwierigkeiten hatte verkauft werden müssen. Das einfache Ausflugsrestaurant wurde komplett renoviert. Im oberen Teil entstanden sieben grosszügige Appartements für längere Aufenthalte. Im untern Teil wurden zwei Restaurants realisiert: das Spice und das Quadrino. Zusammen mit dem Gastgeberehepaar Felix und Lucia Eppisser gelang es, das Fine Dining Restaurant Spice innert kurzer Zeit zu einem der führenden Gourmetlokale in der Stadt Zürich zu machen.

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  • 2004

    100 Millionen Franken Umsatz

    Nach 110 Jahren überschritt der ZFV erstmals die Umsatzschwelle von CHF 100 Millionen. Zeitgleich wurde mit 1'012 Beschäftigten die Tausendermarke bei der Mitarbeiteranzahl übertroffen.

  • 2004

    Lancierung des Mishio-Konzepts

    2004 wurde im Sorell Hotel Seidenhof das erste Mishio eröffnet. Mishio steht für die schnelle, frische und gesunde asiatische Garküche. 2005 wurde das Konzept in der Kategorie «Newcomer» mit dem «Best of Swiss Gastro Award» ausgezeichnet. In der Zwischenzeit sind zwei weitere Mishios, je eines in Zürich und in Bern, hinzugekommen.

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  • 2005

    Eröffnung der Gastronomie im Zentrum Paul Klee in Bern

    Im Juni 2005 erfolgte die Eröffnung der Gastronomie im Zentrum Paul Klee in Bern. Dazu gehört die Museumscafeteria und das gepflegte Restaurant Schöngrün. Bereits in seinem ersten Jahr erhielt Letzteres unter der Leitung von Werner Rothen 15 Gault Millau-Punkte. Heute ist das Restaurant Schöngrün mit 17 Gault Millau-Punkten und einem Michelin-Stern ausgezeichnet.

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  • 2006

    Kauf von Kleiner und Schurter

    Mit dem Kauf der Confiserie Schurter AG am Central in Zürich und der Kleiner Konditorei-Bäckerei AG mit einem Produktionsstandort in Zürich-Altstetten und mehreren Läden im Grossraum Zürich lancierte der ZFV zum zweiten Mal in seiner Geschichte eine eigene Bäckerei-Konditorei-Linie.

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  • 2006

    Übernahme der Gastronomie im Verkehrshaus der Schweiz

    Per 1. Juli 2006 übernahm der ZFV die Gastronomie im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern. Als Cateringpartner beteiligte er sich massgeblich an der Realisation des Selbstbedienungsrestaurants Mercato und des Restaurants Piccard im anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums des Verkehrshauses neu erstellen Gebäude «Futurecom».

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  • 2007

    Einstieg in die Stadiongastronomie

    Der ZFV übernahm im September 2007 die Gastronomie im Stadion Letzigrund in Zürich. Dazu zählen das öffentliche Restaurant Oval, zehn Logen und 18 Aussenstände.

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  • 2008

    Lancierung von «Bewusst geniessen!»

    Zusammen mit einer Ernährungsberaterin entwickelte der ZFV für die Betriebe der Gemeinschaftsgastronomie das Konzept «Bewusst geniessen!». Dabei handelt es sich um eine Art Ernährungskompass für die Gäste, der aufzeigt, welche Gerichte besonders ausgewogen sind, welche sich für die Deckung eines erhöhten Energiebedarfs eignen und welche nur gelegentlich genossen werden sollten.

  • 2008

    Übernahme der Bundeshaus Gastronomie

    Im umgebauten Parlamentsgebäude in Bern wurde zum Sessionsbeginn Ende November 2008 das Restaurant Galerie des Alpes eröffnet. Bereits ein Jahr zuvor hatte der ZFV den Betrieb der Cafeteria aufgenommen und damit den Expansionskurs im Raum Bern fortgesetzt.

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  • 2009

    Umzug an die Flüelastrasse

    Nachdem die Zentrale an der Mühlebachstrasse 86 in Zürich aus allen Nähten platzte, erfolgte im März 2009 der Umzug in die Liegenschaft Flüelastrasse 51 in Zürich-Albisrieden.

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  • 2009

    Zwei zukunftsträchtige Akquisitionen

    Aufgrund ihrer Innovationskraft wurde dem ZFV – ohne Submissionsverfahren – das Restaurant Cloud im Gehry-Building auf dem Novartis-Campus in Basel anvertraut. Mit der Akquisition der gesamten Gastronomie an der Universität Bern konnte im gleichen Jahr der Bildungsbereich stark ausgebaut werden.

  • 2010

    Expansion in die Westschweiz

    Nachdem der ZFV während mehr als hundert Jahren ausschliesslich im Grossraum Zürich präsent gewesen war, dehnte er im Jahr 2000 seinen Tätigkeitsbereich in die ganze Deutschschweiz aus. Nochmals zehn Jahre später folgte mit der Übernahme des Personalrestaurants Le Provençal der Helsana Versicherungen AG in Lausanne der Schritt in die Westschweiz. Damit ist der ZFV heute in der ganzen Schweiz aktiv.

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  • 2011

    Henris Catering & Events wird aus der Taufe gehoben

    Seit November 2011 tritt das ZFV-Catering unter einem eigenen Namen auf: Henris Catering & Events. Mit je einem Ableger in Zürich und Bern gilt es, den hart umkämpften Cateringmarkt zu erobern.

  • 2011

    Der ZFV hebt ab

    Anfang Mai 2011 übernahm der ZFV das Inflight Catering auf dem Flughafen Bern-Belp und verwöhnt damit erstmals auch Flugreisende.

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  • 2011

    Punkte- und Sternesegen für den ZFV

    Die drei Gourmetrestaurants des ZFV – das Schöngrün im Zentrum Paul Klee in Bern, das Pearl im Sorell Hotel Krone in Winterthur und das Spice im Rigiblick in Zürich – wurden mit insgesamt 49 Gault Millau-Punkten und 2 Michelin-Sternen ausgezeichnet. Das beste Resultat in der Geschichte des ZFV.

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  • 2012

    Umsatzschwelle von 200 Millionen Franken überschritten

    Bis die Umsatzschwelle von CHF 100 Millionen erreicht war, hatte es 110 Jahre gedauert. Für die nächsten CHF 100 Millionen Umsatz brauchte es lediglich acht Jahre. Der EBTDA betrug CHF 24.8 Millionen, der Cashflow CHF 28.2 Millionen.

  • 2012

    Ausbau der Sorell Hotels Switzerland

    Mit dem Kauf der vier Zürich-Hotels – dem Hotel Aarauerhof in Aarau sowie den Hotels Rex in Zürich, Arte in Spreitenbach und Sonnental in Dübendorf – wurden die Sorell Hotels Switzerland markant ausgebaut auf aktuell 17 Häuser mit fast 900 Zimmern.

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  • 2013

    Stabsübergabe von Dr. Regula Pfister an Andreas Hunziker

    Am 3. Januar 2013 gab Dr. Regula Pfister nach gut 17 Jahren ihr Amt als CEO an Andreas Hunziker weiter. Nach dem Turnaround war es ihr gelungen, an die Pionierphase von Susanna Orelli anzuknüpfen und dem ZFV wieder unternehmerischen Schwung zu verleihen. Seit sie Mitte 1995 die Leitung des Unternehmens übernommen hatte, wurden Umsatz und Mitarbeiterzahl mehr als vervierfacht. Dabei war es stets ihr Anliegen, Umsatz und Ergebnis – wenn möglich parallel – zu steigern. Dies ist dank einer konsequenten Diversifikation in den Bereichen Hotellerie, Gastronomie und Bäckerei-Konditorei auch weitgehend gelungen. Die Zahl der Betriebe nahm auf über 140 zu. Als Präsidentin des Verwaltungsrats prägt sie den ZFV auch heute noch.

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    Dr. Regula Pfister als Präsidentin des Verwaltungsrats (ehem.CEO) und Andreas Hunziker, CEO
  • 2013

    Ernennung von Dr. Regula Pfister zum Ständigen Ehrengast der Universität Zürich

    Am 26. April 2013 wurde Dr. Regula Pfister von der Universität Zürich zum Ständigen Ehrengast ernannt.

  • 2013

    Gründung von United Against Waste

    Der ZFV gründete zusammen mit anderen Unternehmen des Food Service-Markts den Verein United Against Waste. Der Zusammenschluss setzt sich gegen die Lebensmittelverschwendung ein und will diese bis 2020 um die Hälfte reduzieren.

  • 2014

    Der ZFV heute

    Mit Andreas Hunziker als CEO ist es dem ZFV gelungen, nahtlos an die Erfolge der Ära Pfister anzuknüpfen. Mit über 150 eigenen und im Auftrag geführten Betrieben sowie über 2'500 Beschäftigten ist der ZFV heute eine der grössten und vielseitigsten Gastronomie-, Hotellerie- und Bäckereigruppen in der Schweiz.

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